Scheitern ist unmöglich – weil es scheitern nicht gibt.

UTE STANGGASSINGER

Als ehemalige Nationalspielerin im Volleyball unterstützt sie heute mit Leidenschaft junge und junggebliebene Talente auf ihrem Weg an die Spitze und macht sie als Mensch ein großes Stück stärker.

In diesem Blogartikel möchte ich Dir einen Einblick in meine Coachingpraxis und vor allem ein Einblick in die Gedanken, die Befürchtungen, die Ängste und die Herausforderungen junger Spitzensportler geben. Es gibt das Thema “Scheitern”. Du erfährst, warum dieses Thema einen so großen Raum in den Gedanken einnimmt, warum scheitern sogar hilfreich ist und Du scheitern als Kanal für Deinen Erfolg nutzen kannst.

Endlich! Der große Tag ist da. Heute finden die Deutschen Meisterschaften im Biathlon statt. Es ist ein Sommerwettkampf und völlig untypisch für diese Sportart laufen die Biathleten nicht auf Skiern sondern auf Rollern durch die Landschaft.

Die deutsche Meisterschaft wird über zwei Wochenenden ausgetragen es gibt einen Sprint, eine Verfolgung, den Massenstart und die Staffel.

Mehr als nur eine Meisterschaft

 

Es ist nicht nur eine Meisterschaft, bei der es darum geht Medaillen zu sammeln oder besonders gute Platzierungen zu belegen….

Es geht um mehr, um viel mehr. Es geht darum, dass die Sportler, die mit den Hufen scharren, die endlich in die nationale und auch internationale Spitze möchten, sich ihre Plätze für den Weltcup oder den IBU Cup (das ist sowas wie die zweite Liga) sichern wollen.

Es geht um die Sportler, die dem meist erfolgreichen Juniorenalter entwachsen sind und sich jetzt ohne Vorschusslorbeeren neu bei den Erwachsenen, bei Etablierten, bei den Erfolgreichen, bei den Bekannten (Erich Lesser, Arnd Peiffer, Benedikt Doll, Denise Hermann, Franziska Preuß u.a.) beweisen müssen.

Sie haben trainiert, viel und hart. Haben auf Sommerurlaub verzichtet, alles auf eine Karte gesetzt, denn diese beiden Wochenenden jetzt im September entscheiden darüber, ob sie zumindest im erweiterten Kater der nationale Spitze bleiben können.

 

 

Impressionen der Deutschen Meisterschaft

Wo bleibt der Lohn für die harte Arbeit

 

Es wird sich auch entscheiden, ob sie ihr Hobby wirklich zum Beruf machen können oder ob sie jetzt nach dem Welpenschutz als Junior nicht doch einen ganz normalen Beruf nachgehen müssen. Manche von ihnen könnten in den Polizeidienst wechseln, sie haben neben dem Leistungssport eine Ausbildung beim Zoll oder bei der Polizei absolviert. Doch nicht wenige von ihnen haben diese Ausbildung deshalb gewählt, weil er mit dem Leistungssport kompatibel war oder auch nach der Ausbildung ein Fortbestehen des Leistungssportstatus mit einem Gehalt fortführen können.

Denn Biathleten sind nicht Fußballer, sie verdienen mit ihrem Sport kein Vermögen. Sie brauchen eine finanzielle Sicherheit, um sich ganz dem Sport verschreiben zu können.
(Das trifft natürlich auch für viele andere Sportarten außerhalb des Fußballs zu, Biathlon ist hier nur exemplarisch erwähnt)

Ich schreibe deshalb in diesem Blogartikel über Biathlon, weil ich gerade zwei solcher Sportler in meinen Coachings betreue, bei denen es genau darum geht:

ich muss mich jetzt beweisen, dass ich eine Berechtigung habe, im Weltcup mit zu laufen.

dass ich das Potenzial habe, mich mit den ganz Großen zu messen, dass ich einen Beitrag für Deutschland mit meinem Sport leiste.

 

Was tatsächlich in Dir steckt

 

Im Coaching geht es darum, das Potenzial was in Dir steckt, welches Du auch im Training zeigen kannst auch im Wettkampf, wenn es um alles geht, abrufen zu können.

Auch wenn es in diesem Artikel um das Thema Scheitern im Sport geht, möchte ich die vorangestellten Themen des Coaching trotzdem kurz erläutern.

Ich arbeite am Anfang mit meinen Sportlern die Kompetenzen heraus, die sie für den Wettkampf brauchen. Das sind zum Beispiel Selbstbewusstsein, Mut, Willensstärke, Glaube an mich selbst. Sie lernen wie sie mit bestimmten Techniken diese Kompetenzen auch aktivieren können.

Wenn Du das für Dich nutzen möchtest, kannst Du hier meine kostenlose Übung dazu runterladen:

 

Es gibt auch thematisch passende Artikel dazu. Zum Beispiel einen Artikel zum Thema Stärken, kannst du hier nachlesen.

Wie du in drei Schritten deine Stärken aktivierst

 

Wenn das geschehen ist, arbeiten wir an dem Thema Routinen, besonders beim Biathlon natürlich das Thema Automatismen beim Schießen. Mehr dazu kannst Du hier nachlesen.

Routinen im Sport- mach es Dir leicht!

 

Scheitern existiert nur in Deinem Kopf

 

Und dann und wirklich erst dann und genau jetzt wird es spannend. Denn wir beschäftigen uns dem Thema Gedanken. Welche Gedanken schwirren da im Kopf, so kurz vor dem Schießstand, oder wenn Du merkst, dass Dein Konkurrent besser schießt als Du? Du mit Deiner Aufmerksamkeit nicht bei Dir bleibst, sondern eher wahrnimmst, dass sein Gegner null Fehler schießt, während Du schon wieder dreimal daneben ballerst.

Dich das furchtbar nervt, ärgert und frustriert, zumal Du das Schießen im Training und sogar in den Testwettkämpfen super hinbekommen hast.

Puh: was für ein Mist? Warum schon wieder bei mir? Warum ausgerechnet heute?

Solche Fragen sollten natürlich niemals direkt nach dem Schießen in Dir aufploppen, vielleicht tut es das ja auch gar nicht.

Es spielt auch keine Rolle. Denn viel wichtiger ist und dass das wichtigste überhaupt:

Was passiert in Deinem Kopf bevor die Fehler passieren?

Und ganz ehrlich:

Da hinzuschauen, sich seine Gedankenwelt anzuschauen, erfordert Mut und radikale Ehrlichkeit.

Ja und einige Sportler kommen wahrscheinlich niemals da hin. Sondern sie glauben Dinge wie:
der Wind war ungünstig
ich hab mich einfach nicht so gut gefühlt
war einfach nicht mein Tag

und andere Ausreden.

Wenn Du aber mutig bist und wirklich ehrlich zu Dir bist, wirst du erkennen, dass hinter all  Deinen Ausreden nur eins steht:

Du hast Angst!

Angst, es nicht zu schaffen!

Angst, nicht gut genug zu sein!

Angst, Dich und andere zu enttäuschen!

Unterm Strich:

Angst, zu scheitern!

 

 

Was, wenn es Scheitern einfach gar nicht gibt?

 

Egal, welche Ängste da vielleicht auch unbewusst in Dir schlummern, es läuft immer auf die Angst zu Scheitern hinaus.

Lass uns das mal genauer anschauen.
Was bedeutet eigentlich scheitern?

Du hast einen Plan im Kopf, den Du nicht umgesetzt bekommst.
Du hast ein Ziel, welches Du nicht erreichst.

Du hast für Dich „Scheitern“ definiert:

Wenn ich das oder das nicht erreiche, bin ich gescheitert……

Wer hat definiert, dass Du dann gescheitert bist?
Wer sagt das?
Du!
Weil Du die Definition für Scheitern selbst festgelegt hast.

Ist das wahr? Ist das wirklich wahr? Oder ist das nur eine Wahrheit? Eine Ansicht, die Du gewählt hast?

Pin mich!

“Du kannst nur scheitern, wenn Du nicht anerkennst, was Du kannst”

Scheitern ist in Deinem Kopf entstanden. Irgendwann!
Wenn Du nie erfahren hättest, dass Du scheitern kannst, würdest Du nicht scheitern.
Was würdest Du tun, wenn Du wüsstest, dass Du nicht scheitern kannst?
Welche Möglichkeiten würden sich für Dich ergeben?
Wie würdest Du agieren? Wie handeln?

Wie viel wärst Du freier?
Freier im Kopf? Freier im Wettkampf?

Stell Dir mal vor, dass Du Deine Energie, die Du sonst in die Angst vor dem Scheitern steckst, in Dein Vorwärtskommen, in Deine Freude investierst?

Spürst Du den Unterschied?

Weg von der Angst, hin zu Zuversicht und Vertrauen?

Es gibt kein Scheitern.

Ja, es kann sein, dass Du dein Ziel nicht erreichst, dass Du bei der Deutschen Meisterschaft eben nicht die angestrebte Platzierung erreichst.

ABER: Du bist dann nicht gescheitert, sondern hast nur eine Erfahrung gemacht, die sicher nicht die war, die Du gern hättest und wählst neu:

Du kannst wählen, wie Du in den nächsten Wettkampf gehst.
Mit welcher Einstellung Du die nächste Herausforderung angehst.

Und auch hier nochmal:
Wie gehst Du in den Wettkampf, wenn Du weißt, dass Du nicht scheitern kannst?
(zur Erinnerung: Scheitern ist eine Definition, ein Konstrukt in Deinem Kopf)

Dem Konstrukt Scheitern etwas entgegen setzen

 

Wie wäre es damit?

Anerkennung ist der ultimative Killer für Scheitern.

Kannst Du anerkennen, was Du schon geleistet hast? Welchen Weg Du bist hierher gegangen bist?
Du kannst nicht beides haben. Du kannst nicht scheitern, wenn Du Dich anerkennst.
Wenn Dir bewusst wird, was Du kannst, kannst Du auf diesem Gebiet nicht scheitern!

Ich gehe davon aus, Du bist nicht erst seit gestern Sportler. Du hast schon eine Menge  erreicht.

Hast Du Dich dafür schon anerkennt und nicht bloß einmal, sondern immer mal wieder? Und ich meine hier nicht ausschließlich top Ergebnisse, sondern eher Deinen Fleiß beim Training, Deine Disziplin, Deine Bereitschaft zu verzichten.

Mach Dir das bitte bewusst und starte in den nächsten Wettkampf mit der Überzeugung, dass Scheitern unmöglich ist.

Einen tollen Satz habe ich vor kurzem gehört mit dem ich hier abschließen möchte.

Wenn Du voller Leidenschaft, mit Begeisterung Deinen Weg weiter gehst, Dich von Rückschlägen nicht beeindrucken lässte, dann trifft der Satz auf Dich zu:

Erfolg ist unvermeidbar

Wenn Du diesen Satz in Dir verinnerlichst und auch wirklich daran glauben kannst, wird sich der Erfolg einstellen. Erfolg ist unvermeidbar.

Solltest Du individuelle Unterstützung wünschen, dann kontaktiere mich gern für ein persönliches, kostenloses Erstgespräch.

Egal, wo Du wohnst, denn meine Coachings und auch das Erstgespräch finden via Videokonferenz statt.

Bis bald und herzliche Grüße aus dem MentalHouse

Nur wer wagt gewinnt!

Was, wenn noch so viel mehr für Dich möglich wäre? (und Du es nur noch nicht weißt...?)

 Hol Dir die Übung zur Stärkenaktivierung.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weitere Blogartikel.

Nimm Kontakt zu mir auf

Wie kann ich Dir helfen? Stell mir Deine Frage oder ruf ganz einfach an unter 0170 - 308 77 33. Von Montag bis Freitag antworte ich innerhalb von 24 Stunden.

Hier geht es zu den Datenschutzbestimmungen.

 

Pin It on Pinterest

Shares
Share This