Routinen im Sport- mach es Dir leicht!

UTE STANGGASSINGER

Als ehemalige Nationalspielerin im Volleyball unterstützt sie heute mit Leidenschaft junge und junggebliebene Talente auf ihrem Weg an die Spitze und macht sie als Mensch ein großes Stück stärker.

Hast Du schon mal davon gehört, wie wichtig Routinen im Sport sind?

Bestimmt, oder? Aber weißt Du auch warum diese so hilfreich sind? Natürlich nicht nur im Sport gibt es Routinen, sondern ganz normal im Tagesablauf eines jeden von uns.

Bevor ich Dir erkläre, warum das so ist und wir alle davon profitieren, lass uns zuerst mal ein paar Beispiele finden.

Bevor wir starten:

Routinen werden oft mit Ritualen verwechselt. Deshalb hier die Definitionen. Schau hier (für Routinen) oder hier für Rituale im Sport.

In diesem Artikel geht es um Routinen, wobei ich natürlich Rituale auch für sehr sinnvoll halte.

Routinen sparen Energie.

Wir schauen zuerst auf bekannte Routinen im Alltag

Mir fallen da spontan ein:
Zähneputzen am Morgen: Du gehst ganz automatisch ins Bad, weißt, wie Du die Zahnbürste halten muss, kannst sogar mit geschlossen Augen vor dem Spiegel stehen und los geht’s.

Du musst Dich nicht daran erinnern, wie genau du die Zahnbürste halten muss. Keinen Gedanken verschwendest Du daran, bist voll im Automationsmodus!

 

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machst einfach….

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…und bist irgendwann fertig.

Dann erinnerst du dich an das Thema „Schuhe binden“? Was war das für ein Akt, als Du als ca. 6-jähriges Kind lernen musstest, wie genau jetzt diese Schleife geht?

Vielleicht gehörtest Du auch zu denen, die manchmal bockig am Boden saßen und einfach nicht aus dem Haus wollten?

Was fällt mir noch ein?

Ach ja, weil so aktuell.

Das ständige „Aufs Handy schauen“, bei einigen schon morgens als Erstes nach dem Aufstehen (noch vor dem Zähneputzen…)

Naja, ob ich das gut finde? Nein, aber ist ja hier nicht gefragt.

All deine Routinen hast Du mal irgendwann entwickelt und in einen Automatismus verwandelt.

 

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Warum dieser Automatismis so gut ist!

Dazu werfen wir einen Blick in die Hirnforschung. Keine Angst, ich mach es ganz kurz (wobei ich dieses Thema durchaus sehr spannend finde).

Unser Gehirn macht nur ca. 3 % des gesamten Körpergewichts aus, verbraucht aber 20 % der gesamten Energie. Das heißt, obwohl so klein, ist es ein richtiger Energiefresser.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass unser Gehirn am liebsten nur auf der Couch liegen würde, um sich auszuruhen.

Die Alternative war und ist: lege Dir Routinen und Automatismen zu, die es dann möglich machen, die Energie dafür einzusetzen, wofür sie sinnvoll ist.

Stell Dir vor, du müsstest jede Aktion, alle Vorgänge, die in und außerhalb unseres Körpers ablaufen, bewusst mit deinem Gehirn steuern.

Jede Bewegung deiner Muskeln, jedes Mal darüber nachdenken, wie jetzt der Löffel mit Suppe in den Mund kommt, ohne etwas zu verschütten.

Jedes Mal, wenn Du Dein Fahrrad schnappst, neu Fahrrad fahren lernen….. usw.

Ein Wahnsinn, was wir eigentlich alles können, ohne darüber nachzudenken.

Unser Gehirn kann viel, muss aber eben ständig die Energie aufbringen, besonders für Dinge, die ungewohnt und neu sind, oder die uns einfach nicht liegen, wie zum Beispiel vielen Schülern Mathe oder Latein. Deshalb ist es eine bombastische Möglichkeit, mit Routinen Dein Gehirn zu entlasten, dass es sich eben auf andere Dinge konzentrieren kann.

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Welche Routinen könnten für Dich sinnvoll sein?

Bist Du Sportler, dann bin ich sicher, Du hast Dir schon einige Routinen zugelegt. Lass uns trotzdem mal so einen Wettkampftag (geht natürlich auch beim Training) durchgehen, vielleicht entdeckst Du ja noch was, was Du einbauen könntest.

Ich erzähl Dir einfach mal einen aus meiner Zeit, wenn auch schon etwas länger her. Ich habe übrigens Volleyball gespielt.

Die Wettkampfroutine startet bereits am Abend vor dem Wettkampf

 

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Tasche komplett fertig gepackt, aber offen, damit ich früh nochmal einen Blick reinwerfen konnte

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Genau geplant, wann ich aufstehen muss, wann aus dem Haus (um nicht früh darüber nachzudenken)

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Im Bett: wer ist der morgige Gegner? Mein Top-Spiel, die besten Szenen daraus mindestens noch 10 mal visualisiert (durch die Visualisierung bringst du dich in eine positive Stimmung )

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Am Morgen: aufstehen, Bad, Musik (passende für den Wettkampf), immer gleiches Frühstück, Orangensaft und ab geht’s

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Ganz wichtig: immer gut gelaunt zum Wettkampf. Gab es gerade Ärger (in der Schule, mit den Eltern oder der WG) habe ich diesen gedanklich bewusst zu Hause gelassen. Kann ich mich ja später wieder drum kümmern.

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Dann am Wettkampfort: (falls ich die Halle noch nicht kannte) immer zuerst ein Blick in die Halle. Wie ist der Boden? Wie das Licht? Wie hoch die Decke? So hatte ich gleich einen Eindruck und bin mit diesen Bildern in die Kabine. Dort gab es viele Routinen. Das ging schon beim Anziehen los und hörte beim Tapen und Rückengurt anlegen auf (ich trug so ein Wärmeteil als Schutz- wohl auch psychologisch, weil ich mich da einfach besser fühlte)

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Bevor wir in die Halle gingen, gab es natürlich eine Ansprache des Trainers, die uns einstimmen und motivieren sollte

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Und ganz wichtig zum Schluss: ein gemeinsames „go“ im Kreis bevor wir die Kabine verliesen

Auch das Aufwärmen war immer komplett gleich, jeder wusste was wann kommt, das Gehirn hatte Pause, wurde ja dann im Spiel gebraucht!

Ein gemeinsamer Schlachtruf versetzte uns dann abschließend in den absoluten Wettkampfmodus

Wenn Du jetzt erwartest, dass Routinen den Sieg sichern, muss ich Dich enttäuschen, aber das hast Du ja auch nicht wirklich gedacht.

Routinen helfen aber dabei, die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen, denn Du musst dich um viele Dinge dann nicht mehr kümmern.

 

Falls Du mehr über die verschiedenen Arten der Konzentration erfahren willst, kannst du das in meinem Artikel über Konzentrationsfähigkeit nachlesen.

Wie Du es schaffst, Deine Konzentration blitzschnell zu erhöhen

 

Du bist frei, die benötigte Energie für Strategie und Taktik aus einem fast ausgeruhten Gehirn zu schöpfen.

Dir ist klar, warum es sinnvoll ist Routinen zu entwickeln?

Wann wird eigentlich eine Routine zur Routine?

Leider entwickelst du Routinen nicht auf Knopfdruck. Du erinnerst dich an den Anfang des Artikels, an das Thema Schuhe binden und Zähneputzen? Ja, auch dafür hast du eine Weile gebraucht, stimmt’s? Willst du jetzt neue Routinen in dein Leben integrieren, braucht es drei Dinge:

 

  • Geduld
  • Zeit
  • und Durchhaltevermögen

In Deinem Gehirn müssen sich neue Synapsen bilden, Dinge, die bisher ungewohnt waren, solange wiederholt werden, bis Du sie praktisch automatisch machst.

Das kann schon mal ein paar Wochen dauern. Ich habe mal was von 21 Tagen gehört, konnte aber keinen Beweis dazu finden. Aber egal, ob 21 Tage oder 30 Tage, von heute auf morgen wird das nichts, aber alles ist lernbar.

Dein Gehirn wird es Dir danken, denn es hat wieder Kapazität für etwas anderes.

Und das klingt doch gut, finde ich.

Mich würde interessieren, welche Routinen Du so entwickelt hast, und wobei diese Dir helfen? Hinterlasse gern einen Kommentar.

Du darfst mich natürlich auch direkt kontaktieren und mir Deine Fragen stellen . Ich nehme mir gern Zeit für Dich.

 

Lass uns reden!

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Bis bald und herzliche Grüße aus dem MentalHouse

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