Du verstehst Deine Sportler nicht? Daran kann es liegen

UTE STANGGASSINGER

Als ehemalige Nationalspielerin im Volleyball unterstützt sie heute mit Leidenschaft junge und junggebliebene Talente auf ihrem Weg an die Spitze und macht sie als Mensch ein großes Stück stärker.

Du kennst Dich doch total aus mit Motivation von Sportteams. Kannst flammende Reden in der Kabine halten. Schließlich bist Du genau deshalb Trainer geworden, weil Du neben Deinem Fachwissen begeistern kannst.

Da steht heute so ein wichtiges Spiel an und Du gibst Deinem Spielführer genaue Anweisungen, was er zu machen hat. Alles so klar! So einleuchtend! Denn heute geht es um alles: Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse oder in der Liga bleiben. Mensch, das Ziel so nah vor Augen. Das darf doch nicht schief gehen…. und es ging schief! Klar kann das viele Faktoren haben! Sportliche! Vielleicht hattest Du eine Reihe Verletzte und konntest nicht auf Deinen besten Kader zurück greifen. Oder der Schiri, ja das kennst Du, auch der hat mal einen schlechten Tag. Und selbstverständlich kannst Du in der Halbzeitpause oder in einer Auszeit nicht 100 Dinge anbringen, da gibt es ein paar taktische Anweisungen, Aufpuschen und weiter geht’s! Wenn Du jetzt hier weitere Motivationsgeheimnisse erwartet hast, muss ich Dich enttäuschen. Mir geht es um etwas anderes, tieferes, elementares! Darum, dass es unterschiedliche Sportbrillen gibt, von denen ich Dir hier im Video erzähle:

Deine inneren Sportmotive müssen nicht die Deiner Sportler sein.

Motivation für Sportteams- und natürlich auch für Einzelsportler, mehr als nur gute und flammende Ansprachen

möchtest Du Hintergrundwissen zu den Motiven im Sport, schau Dir das Video an. Interssant für Trainer, Sportler und Eltern.

Dauer des Videos: ca. 4 min.

Vielleicht wird Dir jetzt klarer, warum es so oft zu Missverständnissen zwischen Sportlern und Trainern kommt. Für mich sind das jedoch häufig keine Motivationsprobleme, sondern Kommunikationsprobleme.

Falls Du das Videos nicht gesehen hast, hier in ganz kurzer Zusammenfassung:

  • Motive steuern Dein Handeln
  • wir unterscheiden die Motive: Anschluss, Leistung, Macht und Freiheit
  • spreche ich als Trainer zum Beispiel das falsche Motiv meines Sportlers an, kann ich ihn unbeabsichtigt demotivieren oder sogar unter Stress setzen.
  • jeder hat seine eigene Sportbrille auf. Verstehe, dass nicht jeder so tickt, wie Du!

Ich finde das Thema so spannend, weil ich hier ein sehr großes Verbesserungspotenzial in der Entwicklung junger Leistungssportler sehe.

WähEntwickler des Sportmotivtestsrend meiner Lizenzierung bei Herrn Alexander Berdnikow ließ ich es mir nicht nehmen, ihn auch persönlich zu interviewen. Neben seiner Fachkompetenz und seiner Bereitschaft, jeder meiner noch so spezifischen Fragen zu beantworten, überzeugte er mich mit seiner absoluten Begeisterung für das Thema.

Wir kamen so richtig ins Philosophieren und fragten uns:
“Was wäre, wenn jeder Trainer über seinen Sportler so im Detail wüsste wie er tickt….?

“Welche Optionen für ein effektives und punktgenaues Ansprechen vor einem Spiel gebe es?”

“Ob sich die Erkenntnisse aus den Sport Motiv Tests auch auf andere Persönlichkeitsanteile ( Beruf, privates) übertragen lassen?”

Pin mich!

meine Fragen an den Entwickler des Sportmotivtests:

Wie sind Sie darauf gekommen, einen speziellen Motivtest für Sportler zu entwickeln?

Herr Berdnikow:

Ich habe mich im Studium intensiv mit Gesundheitssport befasst und speziell mit der Frage, warum es Menschen so schwer fällt, sich langfristig für Gesundheitssport zu motivieren. Eine theoretische Erklärung dafür war, dass es kein unbewusstes Gesundheitsmotiv gibt. Es war allerdings nicht möglich, das empirisch zu prüfen, weil es keinen Test für unbewusste Motive im Sport gab. Also habe ich einen solchen Test entwickelt. Die Hypothese, dass es kein unbewusstes Gesundheitsmotiv gibt, hat sich übrigens bestätigt.

Was ist das Besondere daran?

Herr Berdnikow:

Der Sportmotivtest deckt unbewusste Persönlichkeitseigenschaften auf, die uns langfristig motivieren und uns Kraft geben. Wenn man sich dieser unbewussten Kraftquellen bewusst wird, kann man sie auch bewusst nutzen. Wenn man dieses Wissen mit seinem Trainer teilt, kann der Trainer viel effektiver als Motivator wirksam werden.

Ich habe speziell für Dich einen Mini-Sportmotiv-Test zusammengestellt. Hast Du schon eine Idee, welcher Motivationstyp Du bist. Hier kannst Du den Schnelltest durchführen.

 

Können Sie kurz erläutern, was die Hauptmerkmale der 4 Motive sind?

Herr Berdnikow:

Beim Anschlussmotiv geht es um den Kontakt mit anderen Menschen. Geselligkeit und Gemeinschaft wirken motivierend. Beim Leistungsmotiv steht die Aufgabe und die Herausforderung im Vordergrund. Es gilt, Schwieriges zu meistern. Beim Machtmotiv ist der Einfluss auf andere Menschen wichtig. Dabei geht es nicht nur um Konflikt und Wettkampf, sondern auch um das Übernehmen einer Führungsrolle im Team und um Hilfestellung. Beim Freiheitsmotiv geht es schließlich um die Auseinandersetzung mit sich selbst – bei sich zu sein, zu sich finden, Gedanken ordnen.

Angenommen, ich bin Trainer: Kann ich dann ohne weiteres erkennen, welches das vorherrschende Motiv meines Sportlers ist?

Herr Berdnikow:

So einfach ist es leider nicht. Wenn man sich intensiv mit impliziten Motiven beschäftigt hat und weiß, worauf man zu achten hat, kann man durch längere Verhaltensbeobachtung feststellen, welche unbewussten Motive ein Sportler hat. Mit dem Einsatz des Sportmotivtests bekommt man sofort nutzbare Ergebnisse und ist nicht auf eine lange Beobachtung der Sportler durch Experten angewiesen.

Was ist der größte Nutzen , wenn ich meine eigenen Motive, oder die meiner anvertrauten Sportler, sei es als Trainer oder auch Elternteil kenne?

Herr Berdnikow:

Man kann die bewussten Ziele mit den unbewussten Persönlichkeitseigenschaften in Einklang bringen. Das funktioniert nicht immer automatisch und eine Diskrepanz von bewussten Zielen und unbewussten Motiven führt zu Ermüdung, Schlappheit, Demotivation und bis hin zum Drop-Out (auch im Leistungssport!). Wenn man jedoch in Einklang mit seinen unbewussten Motiven handelt, wird das Sporttreiben trotz harten Trainings als befriedigend empfunden, so dass man dauerhaft motiviert ist.

Vielen Dank für das Gespräch. Hier geht es übrigens zur Seite von Herrn Berdnikow.

Das Gespräch liegt jetzt schon eine Weil zurück und ich stehe immer noch eng im Austausch mit Herrn Berdnikow. So spannend finde ich die Ergebnisse aus dem Sport Motiv Test. Oft beraten wir uns und brainstormen, was dieser oder jener Sportler wohl genau für eine Motivation bräuchte.

Ich lehne mich vielleicht damit weit aus dem Fenster, aber ich behaupte, dass einige Talente es weiter geschafft hätten, wenn sie selbst oder deren Trainer um das ganz persönliche sportliche Motiv gewusst hätten.

Ein Grund, warum der Druck eines Sportlers immer größer wird, ist, dass er das Gefühl hat, nicht verstanden zu werden. Motivation ist auch gleich Kommunikation!

Habe ich Dein Interesse geweckt, egal ob als Sportler oder Trainer, dann kontaktiere mich gern oder hinterlasse einen Kommentar. Du kannst den Sportmotivtest jederzeit bei mir durchführen oder für Deinen Sportler anfragen. Weitere ausführliche Informationen findest du hier

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Bis bald und herzliche Grüße aus dem MentalHouse

 Hol Dir den Schnelltest und finde heraus, was Dich antreibt.

2 Kommentare

  1. Toller Beitrag, der auch für meine Motorsport-Kunden sehr interessant ist! Was treibt einen Sportler überhaupt an und wie kann das effektiv gefördert werden? Der Test wird es zeigen 🙂

    Antworten
    • Liebe Marion,
      ja, es ist erstaunlich, was da raus kommt, denn häufig stimmen gerade die Motive zwischen Sportler und Trainer nicht überein. Da hilft der Test enorm und konnte schon viele Missverständnisse ausräumen.

      Antworten

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