Du brauchst keine Motivation- du musst nur wissen, wie du tickst.

UTE STANGGASSINGER

Als ehemalige Nationalspielerin im Volleyball unterstützt sie heute mit Leidenschaft junge und junggebliebene Talente auf ihrem Weg an die Spitze und macht sie als Mensch ein großes Stück stärker.

Immer wieder geht es in meinen Coachings auch um Motivation im Sport, genauer gesagt im Training, wenn es mal nicht so läuft, oder eben mit Anstrengung verbunden ist. Oft sind es Eltern, die nicht verstehen können, warum ihr Sprössling, die Dinge, die sie doch so gut gemeint vorschlagen, nicht umsetzen können.

Falls Du glaubst, dass liege an der bösen Absicht Deiner Eltern (oder auch Deines Trainers), liegst Du falsch und ich erkläre Dir hier, woran das wirklich liegt.

Ich fange mal mit einer Geschichte an, die ich in einem meiner Coachings erlebt habe. Namen und Details sind natürlich verändert.

Wenn Du glaubst, Motivation ist für alle das gleiche, dann irrst Du

Felix ist ein munteres Kerlchen und hat im Leben viel Spaß. Die Schule fällt ihm nicht ganz so leicht, dafür ist er aber in seiner Klasse extrem beliebt. Er hat Freude bei gemeinsamen Aktivitäten und neulich auf der Klassenfahrt wurde er fast nach Hause geschickt, da er es mit seinen Späßen etwas übertrieben hatte. Aber das gehört natürlich nicht hierher.

Felix ist ein begnadeter Sportler. Er spielt seit seinem 8. Lebensjahr Basketball und wurde jetzt mit seinen 15 Jahren vom Top-Club der Region angesprochen. (halte ich hier mal geheim) . Da ein Wechsel erst im Sommer möglich ist, spielt er weiter für seinen Heimatverein in der zweithöchsten Liga und trainiert bereits 2 mal die Woche bei dem „Spitzenteam“. Mit seiner humorvollen Art kommt er super an und kann auch spielerisch gut mithalten. Allerdings bemängeln die Trainer seine körperliche Fitness. Genauer gesagt, seine Ausdauerleistung, Er ist ziemlich schnell platt und hat in diesem Bereich Defizite.

Die Trainer legen den Eltern nah, dass Felix an den spielfreien Wochenenden und in den Ferien nach einem speziellen Ausdauerprogramm trainiert. Finden die Eltern ganz vernünftig, sie selbst begleiten ihren Sohn zu jedem Spiel, feuern an, geben nach dem Spiel Tipps und hoffen, dass ihr Sohn es ganz nach oben schafft.

Der Trainingsplan liegt fertig zu Hause und nun soll es los gehen.

Aber die Rechnung geht nicht auf:

Felix hat einfach keine Lust…… zu laufen…..zusätzlich zu laufen…..und auch noch nach Plan! Einfach keinen Bock….

Kennst Du sowas auch? Dann finde als erstes raus, welcher Motivationstyp Du bist und führe den Schnelltest durch. Hier einfach runterladen.

Die Hintergründe für mangelnde Motivation liegen nicht immer auf der Hand!

Felix ist schon eine Zeit bei mir im Coaching und wir haben an verschiedenen Themen, wie Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und der Stärkung des Selbstbewusstseins gearbeitet. Nun kam er und behauptete: „Ute, ich kann mich nicht motivieren, dieses Training durchzuführen. Es fällt mir total schwer, ich kann mich nicht aufraffen. Viel lieber würde ich mit meinen Sportkameraden noch öfter zusammen trainieren, als allein so ein Lauftraining zu machen. Kannst Du was tun, dass ich mich motivieren kann? Ich sehe ja ein, das es sinnvoll ist und ich will ja auch besser werden. „

„Meine Eltern werden schon sauer auf mich, und können das überhaupt nicht verstehen.“

Hm…..,ist ja auch irgenwie logisch, denn wir alle schauen durch eine andere Sportbrille.
Und was die Eltern sehen oder meinen, muss noch lange nicht für Felix gelten. Wir ticken da einfach zu unterschiedlich.

Grund dafür sind unbewusste Motive, die da in jedem von uns wirken, in Dir und natürlich auch in Felix.
Um die Eltern mit ins Boot zu holen, vereinbarten wir ein Skypegespräch.

Bevor ich Dir jedoch von dem Gespräch erzähle, ein paar allgemeine Erklärungen zu Motivation und co. 

Was bedeutet überhaupt Motivation?

In wikipedia findest du unter “Motivation”:

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Motivation bezeichnet die Gesamtheit aller Motive (Beweggründe), die zur Handlungsbereitschaft führen……..

Aha…und was heißt das nun?

Was könnten also Beweggründe sein, die zur Handlung oder zur Unterlassung führen?
Was können Beweggründe für Felix sein, das “verordnete” Zusatztraining durchzuführen?

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Er will besser werden?

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schneller oder länger laufen?

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er will einen Stammplatz?

Hm, reicht das, um sich wirklich zu motivieren?

Das Motivation im Sport nötig ist, gerade wenn es mal nicht so läuft, kennst Du sicher auch. Das Wissen allein wird allerdings als Motivator nicht reichen. Es gibt Beweggründe, die Dir bewusst sein können, aber viel mächtiger sind die, die Dir nicht bewusst sind.

Was treibt Dich an?

Es gilt Deine unbewussten Motive zu entdecken, die Dir Deine Motivation im Sport ganz einfach machen.

Beobachtest hast Du schon, dass wir Menschen ja alle irgendwie unterschiedlich ticken.
Der eine isst gern Gemüse, ein anderer hasst das.
Einige verehren einen bestimmten Musiker, andere einen Sportler, andere einen verrückten Youtuber.

So ähnlich ist das auch mit Deinen unbewussten Motiven. Was das eigentlich ist?
Oh, Sorry: hier eine ganz kurze Erklärung dazu:

Nochmal:

Motive bestimmen Dein Handeln. So gibt es bewusste Motive:

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Hast Du Durst, besorgst Du Dir was zu trinken.

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Bist Du müde, wirst Du versuchen, diesem Bedürfnis nachzukommen und schnell eine Möglichkeit zum Schlafen suchen.

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Du fährst zu einem Wettkampf und willst gewinnen!

Stopp: Das kann, muss aber nicht sein!!

Denn jetzt kommen die unbewussten Motive ins Spiel.
Klar, denken wohl die meisten Sportler daran zu gewinnen, oder zumindest, dass es toll wäre.
In jedem von uns gibt es einen Antrieb. Der Antrieb stellt den Willen, die Zielsetzung oder die Zielerreichung dar.
Der Grund für eine Handlung ist immer ein Bedürfnis! AHA!
Deshalb haben diese Eigenschaften der Bedürfnisse eine große Bedeutung für die sich daraus ergebenden Motivationen.
Was könnte jetzt so ein unbewusstes Bedürfnis oder Motiv sein?

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Es gibt 4 unbewusste Motive

Es gibt Sportler, die sind eher Machtmotiviert (denen geht es um Sieg, Kampf, Gewinnen). “Klar”, sagt Du, “das will doch jeder!”
Richtig, und dennoch gibt es Sportler, denen ist die Leistung wichtiger als der Sieg! Oder anders ausgedrückt: Diese lassen sich mit leistungsmotivierenden Sätzen besser in Fahrt bringen. Die sind dann motiviert, wenn sie eine konkrete Leistung verbessern können – 5 cm weiter springen, 10 Sekunden schneller rennen).
Andere wiederum sind eher Anschluss (Beziehungs)-motiviert (sie brauchen den Kontakt zu einer Gruppe) und wieder andere haben ein Freiheitsmotiv (diese tun sich zum Bsp. schwer mit zu starren Trainingsplänen und Gruppenregeln)

Hier nochmal alle 4 unbewusste Motive für Sportler:

  • Machmotiv
  • Leistungsmotiv
  • Anschlussmotiv
  • Freiheitsmotiv

Da diese Motive unbewusst sind, kommen wir nicht über ein Gespräch mal locker so ran.
Abhilfe schafft da ein genialer Sportmotivtest, den ich in meinen Coachings anbiete.
Nein, nicht ich habe ihn entwickelt, sondern der Sportwissenschaftler Alexander Berdnikow in Zusammenarbeit mit der Universität Osnabrück (Prof.Dr. Julius Kuhl). Diese haben die unbewussten Motive erforscht und aus einen anderen Persönlichkeitstest Abwandlungen auf den Sport gezogen.

Zurück zum Skypegespräch mit Felix und seinen Eltern:

Ich erklärte Ihnen, wie der Test funktioniert und welche Vorteile es bringt, die unbewussten Motive zu kennen. Felix bekam von mir die Zugangsdaten und führte den Test bequem zu Hause durch.

Jeder Test wird persönlich von Alexander Berdnikow oder der Impart GmBH ausgewertet und die Ergebnisse mir übermittelt.

Ca. eine Woche später trafen wir uns erneut via Skype zur Auswertung und Analyse.

Das war sehr spannend!! Möchtest Du wissen, was raus kam?

Felix ist ein absoluter Anschluss-motivierter Mensch!

Das bedeutet: er liebt die Zugehörigkeit zu anderen, das Miteinander, den Austausch. Jetzt wird auch klar, dass er sich wahnsinnig schwer tut, allein zu laufen.

Zum anderen stellte sich heraus, dass er ein großes Machtmotiv hat, was wiederum bedeutet, er braucht den Kampf, das Vergleichen, das Messen.

Wie soll er diese beiden unbewussten Motive befriedigen, wenn er allein durch seinen Vorort läuft?

Seine Grafik sah so aus:

Die Lösung:

Finde das, was Dich wirklich motiviert! Und Du wirst nie mehr Probleme mit der Motivation haben!

Bei Felix könnte das so aussehen:

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Jemand, der mit ihm läuft, der ihn abholt und vielleicht danach noch was mit ihm unternimmt

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Eventuell auch mal ein Wettlauf oder ein wettkampf-ähnliches Spiel. Zum Bsp. in den Ferien Bowlen, Kegeln, Billardspielen.

Den Eltern und auch Felix ging jedenfalls ein Licht auf und er weiß jetzt genau, wie er zukünftig seinen Trainingsplan in den Ferien gestalten kann.

Mittlerweile führe ich mit fast jedem meiner Sportler den Sport Motiv Test durch, weil sie die Erkenntnisse genial ins Mentaltraining einbauen lassen und auch die Eltern oder Trainer begeistert sind, weil sie erkennen, wie sie ihren Sprößling besser unterstützen, heißt RICHTIG motivieren können. Eine falsche Motivation kann im Übrigen der Grund für Leistungsblockaden sein. Dazu aber zu einem späterem Zeitpunkt.

Hier gibt’s übrigens ein kurzes Video dazu:

Falls auch Du den Sport Motiv Test durchführen möchtest, unabhängig, ob Du ein Coaching bei mir buchst, kannst Du das gern tun. Hier gehts zu weiteren Information zum Sport Motiv Test.

 

Hier findest Du passende weitere Beiträge dazu:

Selbstmotivation leicht gemacht und wie auch Du das locker für Dich schaffst

Du brauchst mehr Willenskraft? Dann frage nach dem WARUM!

Bist Du jemand, der sehr nervös vor Wettkämpfen ist, kann ich Dir noch mein kostenloses Videotraining gegen zu starke Wettkampfnervosität ans Herz legen. Damit lernst Du Strategien, wie Du langfristig Deine Nervosität in den Griff bekommst und was Du in Akutfällen tun kannst.

Und hast Du Fragen, dann wende Dich gern an mich, kontaktiere mich für ein Gespräch über das Kontaktformular im Menü.

Zu starke Wettkampfnervosität?

Dann hol Dir hier Dein Gratis-Videotraining.

Bis bald und herzliche Grüße aus dem MentalHouse

 Hol Dir den Schnelltest und erkenne, was Dich wirklich antreibt.

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