Du brauchst mehr Willenskraft? Dann frage nach dem WARUM.

UTE STANGGASSINGER

Als ehemalige Nationalspielerin im Volleyball unterstützt sie heute mit Leidenschaft junge und junggebliebene Talente auf ihrem Weg an die Spitze und macht sie als Mensch ein großes Stück stärker.

Was soll das denn sein? Wozu mehr Willenskraft? Ich bin doch Sportler und immer motiviert? Stimmt das wirklich? Lass uns das mal anschauen und darüber plaudern.

Du erfährst in diesem Artikel, was es mit der Motivation auf sich hat. Wenn Du was erreichen willst, brauchst Du dann wirklich Motivation, oder eher Willenskraft?

Kann ich Motivation eigentlich trainieren? Oder geht es hier nicht um Willenskraft- um Überwindung?

Haben Sportler eigentlich mehr Willenskraft als andere Menschen?

Fangen wir einmal damit an zu beschreiben, was Willenskraft ist.

Professor McDougall war vor 40 Jahren ein berühmter Psychologe und Autor. Er behauptete, dass eine scheinbar sinnlose Übung, täglich alle Streichhölzer aus einer Streichholzschachtel herauszuholen und sie einzeln in eine lange Reihe auf dem Tisch anzuordnen, eine Übung zur Stärkung der Willenskraft sei.

Der Wille trägt Dich zum Erfolg.

Man kann alles im Leben erreichen, man muss es nur wollen

Hm, toller Spruch…… Was das genau bedeutet? Und stimmt der so? Was ich glaube, ist, dass Willenskraft Dich bei der Realisierung Deiner Wünsche unterstützen kann. Dabei finde ich zwei Aspekte sehr interessant:

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Überwindung von Unlustgefühlen, Bequemlichkeiten und anderen Gewohnheiten, die Dich daran hindern, das zu tun, was eben gerade notwendig ist!

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Du benötigst Willenskraft um Deine Gedanken, Gefühle, Motive und Handlungen so zu steuern, dass sie Dich und Deine gesamte mentale Energie auf ein bestimmtes Ziel fokussieren.
Somit werden Erfolgserlebnisse erzeugt. Diese Erfolgserlebnisse setzten wiederum neue Energien frei.

Am leichtesten fällt Dir übrigens jede Art von Motivation, wenn Du Deine inneren Motive kennst. Das sind nämlich die, die Dich antreiben und Du fast gar keine Willenskraft brauchst.
Ich habe hier einen Artikel dazu geschrieben, warum dass mit der Motivation eigentlich Blödsinn ist, schau gern vorbei.

Du brauchst keine Motivation- du musst nur wissen, wie du tickst

Willst Du wissen, welche Motive Dich antreiben, hol Dir unbedingt kostenlosen Schnelltest zu den Motiven. Dann erfährst Du, wie Du tickst.

Verwandt mit der Willensumsetzung sind Durchhaltevermögen und Konzentrationsfähigkeit.

UND: Du brauchst die Fähigkeit, mit Hindernissen, die sich auf Deinem Weg aufbäumen, angemessen umzugehen. Misserfolge sollen Ansporn sein, und nicht Dich runterziehen.

Erreichst Du ein Ziel nicht, gilt es nicht, den Kopf in den Sand zu stecken, sondern zu prüfen, was Du verbessern kannst. Wie kannst Du dran bleiben. Bist Du bereit, auch Durststrecken zu überstehen, durchzuhalten, auch wenn es mal nicht so läuft?  Oder erlebst Du Frustration und Resignation?

Erreichst Du hingegen Dein Ziel, fühlst Dich super. Klar.

Je stärker Du an Dich glaubst, und innerlich Dir auch sagst, JA: ICH WILL GENAU DAS! Dein WARUM kennst, um so stärker werden Deine Fähigkeiten in allen Bereichen Deiner Persönlichkeit. Dein Selbstbewusstsein wird steigen!

Das sollte Dich immer wieder beflügeln, dran zu bleiben, nicht aufzugeben. Damit du jeden Tag ein bisschen stärker zu werden.

Hier mal ein Blick in die Wirtschaft:

Eine Befragung von rund 13.000 Fach- und Führungskräften zeigt, worin sich die erfolgreichsten – willensstarken  Menschen von erfolglosen – willensschwachen am stärksten unterscheiden.

Beispiele für typische Verhaltensweisen der "obersten" zehn Prozent (willensstarken Menschen) sind folgende Verhaltensweisen:

  • “Ich mache sehr häufig die Erfahrung, dass ich mich auf meine Fähigkeiten verlassen kann”
  • “Ich lenke meine Energien bewusst auf klar formulierte Ziele”
  • “Auch in unerwarteten Situationen finde ich kreative Lösungen”
  • “Ich kann mich sehr gut in die Gedanken- und Gefühlswelt Anderer hineinversetzen und ihr Verhalten antizipieren”
  • “Es gelingt mir immer, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden”
  • “Ich erkenne in jeder Situation, worauf es ankommt und packe es an”.

Du kannst diese Verhaltensweisen auf Deinen Sport und Dich übertragen.

Arbeitnehmer, aber auch Führungskräfte können von Sportlern in Punkto Willenskraft lernen, denn:

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Sportler kennen ihre Fähigkeiten, trainieren bewusst ihre Stärken und können sich auf diese verlassen.

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Sportler haben klar formulierte Ziele und ordnen diesen Zielen sehr vieles unter.

N

ein Sportler muss die Gedanken, die Pläne des „Gegners“ erkennen, antizipieren.

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ein Sportler lenkt seine Konzentration auf das hier und jetzt: Welcher Schlag, welcher Pass, welche Strategie ist genau JETZT richtig?

Es stellt sich die Frage, warum Sportler häufig mehr Willenskraft haben als andere Menschen?

Sportler wollen siegen! Immer und zurecht.

Sonst würdest Du ja kein Sportler sein. Und trotzdem kann es passieren, dass Du plötzlich zu wenig Willen hast, Deinen A… nicht hochbekommst.

Gerade in Zeiten der Wettkampfvorbereitung oder nach Verletzungen, musst du Dich oft mühsam – manchmal über den Schmerzpunkt oder die Grenzen hinaus – WILLENSSTARK zeigen.

Genau in diesen Situationen fällt es  extrem schwer.

Wie schaffst Du es dennoch, die dafür notwendige Willensstärke aufzubringen?

Gut wäre zu wissen, welche unbewussten Motive Dich steuern. Die Sportpsychologie unterscheidet zwischen 4 unbewussten Motiven.

Bist du Machtmotiviert, wirst Du über das Thema “gewinnen” motiviert werden können. Dann bist Du ein Typ, dem Siegen wichtiger ist als messbare Leistung.

Bist Du eher Leistungsmotiviert, bist Du über messbare Leistungen erreichbar. Statt: heute gewinnst Du, eher: heute bist Du 2 Sekunden schneller….

Du kannst auch eher ein beziehungsmotiverter Sportler sein, dem das zusammensein mit anderen sehr wichtig ist

oder Freiheitsmotiviert, dann tust Du Dich schwer mit Einschränkungen, ganz festgefahrenen Trainingsplänen und ähnlichem

Um das rauszubekommen, bedarf es ein besonderes Gespür oder ein Sportmotivtest, den ich im Rahmen meiner Coachings anbiete, gibt genau darüber Auskunft.

Heute bleiben wir aber bei der Willensstärke.

Was Du immer tun kannst, wenn Du merkst, es fällt Dir gerade schwer, Dich zu motivieren.

Pin mich!

Frage nach dem WARUM

  1. WARUM hast Du Dich für Deinen Sport entscheiden?
  2. WEISST Du noch den Grund?
  3. ÜBERLEGE DIR GENAU, was Du mit Deinem Sport erreichen willst?
  4. WAS ist Dein Ziel?
  5. WARUM tust Du Dir die Belastung an?
  6. Was ist das Besondere?

Dieses „Warum“ ist der wirklich entscheidende Teil, der Dir die Richtung gibt.

Stell Dir eine Waage vor, eine Waage mit zwei Seiten (keine digitale, sondern so ein altmodisches Teil mit zwei Waagschalen- wie hier auf dem Bild)

In die eine Waagschale legst du deine „Warum‘s“ in die andere deine „Wie’s“

Was glaubst du, bringt die Waage ins Gleichgewicht?

Genau:

Wenn das “WARUM” und das “WIE” in Balance sind.

Denkst Du häufiger an das WIE?

Zum Beispiel:

  • Ich muss viel trainieren.
  • Ich muss mich anstrengen.
  • Ich gebe immer mein Bestes.
  • Ich höre doch immer dem Trainer zu.
  • Ich arbeite doch an meiner Technik.

Das ist alles gut und richtig. Wenn aber das Warum auf der anderen Seite der Waage vernachlässigt wird und es zu einer Schieflage kommt, gerät Deine  Waage aus dem Gleichgewicht.

Deshalb hilft es Dir, immer mal wieder auf die Seite des „WARUMS“ zu schauen.

Gerade in Zeiten, wenn es nicht so läuft ist es unabdingbar, sich genau dieser Seite zu widmen.

Wissenschaftlich könnte ich es auch mit intrinsischer Motivation erklären. Das bedeutet, entscheidend für das wirkliche, begeisternde Handeln ist die intrinsische Motivation. Das ist  die Motivation, die von innen (aus dem Bauch, dem Herzen, der Seele) kommt.

Eine Motivation, die von außen an Dich als Sportler herangetragen wird, ist immer nur kurzzeitig von Erfüllung und Glücksmomenten geprägt, während ein innerer Antrieb, eine innere Motivation langfristig bleibt. Und ja, wie oben schon beschrieben, spielen Deine unbewussten Motive eine entscheidende Rolle.

Hier gibt es einen Artikel dazu, der Dich auch interessieren könnte. Dort erläutere ich die unbewussten Motive genauer.

Selbstmotivation leicht gemacht und wie auch Du das locker für Dich schaffst

Nochmal die Frage vom Anfang: WARUM?

  • Willst Du Anerkennung?
  • Gefeiert werden?
  • Im Rampenlicht stehen?
  • Viel Geld verdienen?
  • Erfolg haben?
  • usw…..

Willenskraft ist für mich immer abhängig von der Motivation.

Willenskraft ist stärker, wenn ich ein intrinsisches Ziel verfolge.

Willenskraft ist dann vorhanden, wenn ich das Warum kenne und bereit bin, dafür zu kämpfen.

Mein Tipp für Dich!

Hapert es einmal mit der Motivation, dann erinnere Dich,

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warum hast Du mit Deinem Sport begonnen

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prüfe Deine Ziele, justiere eventuelle nach.

Vielleicht braucht es neue, kurzfristige Zwischenziele und dann marschiere willensstark los!

Ich wünsche Dir viel Willenskraft und Freude bei allem was Du tust.

Hast Du die Idee, dass ich Dir ein paar Tipps geben kann, hast Du fragen oder würdest Dich gern von mir unterstützen lassen, dann kontaktiere mich sehr gern über das Kontaktformular im Menü.

Nicht unbedingt das Thema des Beitrages, aber immer ein großes Thema in meinen Coachings. Zu starke Wettkampfnervosität! Wenn Du das auch kennst, empfehle ich Dir mein kostenloses Videotraining gegen Wettkampfnervosität.  Damit lernst Du Strategien, wie Du langfristig Deine Nervosität in den Griff bekommst und was Du in Akutfällen tun kannst. 

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Bis bald und herzliche Grüße aus dem MentalHouse

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