Wie Du es schaffst, Deine Konzentration blitzschnell zu erhöhen.

UTE STANGGASSINGER

Als ehemalige Nationalspielerin im Volleyball unterstützt sie heute mit Leidenschaft junge und junggebliebene Talente auf ihrem Weg an die Spitze und macht sie als Mensch ein großes Stück stärker.

„Ja, jetzt konzentriere dich doch mal“…kommt es von draußen, vom Trainer, von den Eltern…„Ja, worauf nur und wie?“So viele Einflüsse, so viele Entscheidungen….. Konzentration erhöhen, aber wie?

Ein Spiel läuft. Es geht hin und her! Du mittendrin. Plötzlich eine geniale Flanke zu Dir, Du siehst den Ball kommen, glaubst den nimmst Du sicher an… und schwupp… so blöd vom Fuß gesprungen. Ball weg, Torchance vergeben. Ärgerlich! Der Trainer brüllt: “Mensch, Du sollst Dich konzentrieren”

Kennst Du solche Situationen? Eigentlich unerklärlich! Da das Annehmen einer Flanke ja überhaupt kein Problem ist.
Ich kann Dir erklären, was die Ursachen solcher Flüchtigkeitsfehler sind und wie Du sie zukünftig vermeiden kannst.

Wenn du weißt, wie Du Deine Konzentration steuerst, bist Du klar im Vorteil.

Du hast keine Zeit für Entscheidungen, weil Du blitzschnell handeln musst.

Wusstest du, dass du täglich über 200 Entscheidungen triffst und das oft blitzschnell und intuitiv?

Du kannst Entscheidungen bewusst treffen, wenn Du Zeit hast, überlegen kannst, dann geht das ganz gut.
Was aber tun, wenn alles so schnell gehen muss?

Bevor Du weiter liest: Ich habe einen Online- Mental-Test für Sportler entwickelt. Mit diesem findest Du heraus, wo Du gerade stehst. Das Besondere daran ist, dass Du von mir danach drei persönliche Tipps bekommst, was Du konkret verbessern kannst. Der Test dauert nur 5 Minuten. Zum Test klicke einfach auf den Button:

Ich weiß nicht, welche Sportart Du betreibst, aber hier einfach mal ein paar Beispiele und ein typische Entscheidungen.

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Tennisspieler

Sprinte ich ans Netz oder bleibe ich an der Grundlinie?

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Fußballer

Im 1 gegen 1 – versuche ich den Gegenspieler links oder rechts herum zu umspielen?

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Motorsportler

Wann genau gehe ich vom Gas und wann ist der beste Moment ein Überholmanöver anzusetzen?

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Golfer

Welchen Schläger nehme ich und wie spiele ich das Grün an?

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Beachvolleyballer

Blocke ich oder gehe ich zurück in die Abwehr?

Es sind nur ein paar Beispiele und vielleicht fallen Dir speziell in Deiner Sportart noch Situationen ein, in denen Du bestimmte Entscheidungen treffen musst.

Noch spannender ist es, wenn ein Gegner unmittelbar Dein Handeln beeinflusst. Du zum Beispiel direkt in Kontakt mit dem Gegner stehst, also noch auf dessen Handeln reagieren musst.

So hast Du bei manchen Entscheidungen Zeit zu überlegen, abzuwägen, wie der Golfer bei der Schlägerwahl.

In vielen anderen Situationen hast Du diese Zeit nicht.

Überlege einmal für Dich, welche Entscheidungen Du im Wettkampf Deiner Sportart treffen musst?

Du fragst Dich, was das mit “Konzentration erhöhen” zu tun hat?

Berechtigte Frage….

Eine ganze Menge, denn die Art wie Du Dich konzentrierst, beeinflusst maßgeblich Deine Entscheidungen. 

Was bedeutet eigentlich Konzentration?

Es ist die Fähigkeit, die richtigen Dinge zur richtigen Zeit wahrzunehmen UND die äußeren Störquellen und eigenen Zweifel auszuschalten.

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Ausschalten klingt wie „Licht aus“, und in der Tat ist es auch fast so gemeint.

Stell Dir die Konzentration wie eine Stirnlampe vor und Du hast den Regler in der Hand und bestimmst, wie Du den Lichtkegel einstellst. Stellst Du ihn ganz eng, wird ein kleiner Bereich ganz hell ausgeleuchtet, vieles andere liegt im Dunkeln.
Stellst Du ihn ganz weit, wird ein größerer Bereich mit weniger Helligkeit ausgeleuchtet und Du erkennst dafür weniger Details.So steuerst Du auch die Konzentration zwischen eng und weit.

Übertragen auf Deine Sportart? Überlege, wann Du eine weite Konzentration brauchst, also zum Beispiel ein Spielfeld im Überblick haben musst. Oder wann Deine Stirnlampe eng eingestellt sein muss? Wenn Du zum Beispiel Deine Gegner ganz genau beobachten musst.

Neben der Unterscheidung weit vs. eng kannst Du Deinen Lichtkegel entweder auf Deine Umwelt (nach außen) oder auf Dich selbst, Deine Gedanken (nach innen) richten.

Lass mich das wieder an einem Beispiel erklären:
Ein Basketballspieler bekommt einen Freiwurf. Seine Konzentration ist auf den Korb (Trefferfläche) gerichtet = enger Fokus im außen. Es kann aber sein, dass er nervös ist (eng – innen) oder die Zuschauer (weit – außen) ihn ablenken. So ist seine Konzentration gestört und kann ihn von seiner eigentlichen Aufgabe und seiner richtigen Konzentrationsart ablenken. Die wäre nämlich eng- außen!

Klingt kompliziert, ist es aber nicht.
Nachstehende Grafik soll die vier Arten der Konzentration verdeutlichen. 

(Quelle: Formen der Aufmerksamkeit nach Nideffer, 1981) 

Vier verschiedene Möglichkeiten, auf die Du Deine Konzentration richten kannst.

Und je nach Aufgabe, brauchst du eine andere Art der Konzentration.

N

Mal nach außen gerichtet und weit!

beobachten: Platz, Spielbahn…..

N

Mal nach außen, aber eng!

Ziel anvisieren: Trefferfläche, Tor

N

Nach Innen und weit!

Allgemeinbefinden, fit sein, schlapp fühlen

N

Nach Innen und eng!

Gedanken, Grübeln, Motto, Motivation

Das Faszinierende ist, dass Du über das bewusste Wechseln der Konzentrationsarten Deine Konzentrationsfähigkeit verbessern wirst. Damit passieren weniger Fehler, Du kommst leichter in den Flow

Wie Du in den Flow kommst und nicht mehr rauskippst

Wenn Dir klar ist welche Konzentration Du genau brauchst, kannst Du diese viel besser einsetzen und Deine Konzentrationsfähigkeit wird sich verbessern.

Zum Beispiel als Fußballer:

Innenverteidiger:

1. Szene: gegnerische Torwart bereitet einen Abstoß vor

Konzentration ist nach außen gerichtet, der Scheinwerfer weit.

2. Szene: Gegenspieler kommt mit dem Ball direkt auf Dich zu:

Konzentration ist nach außen gerichtet, aber der Scheinwerfer eng.

3. Szene: Gegenspieler ist direkt vor Dir und Du musst eineHandlung ausführen

Entscheidung, „ran jetzt“ Konzentration auf innen gerichtet.

4. Szene: Ball erobert! Blick nach oben, wo ist der Mitspieler. Pass nach vorn rechts.

Wechsel in die weite nach außen gerichtete Konzentration.

Probiere einmal aus, Dir bewusst zu machen, welche Konzentration in welcher Situation nötig ist. Du wirst ganz überrascht sein, wie unterschiedlich Du Dich wahrnimmst und wie sich dadurch Deine Fähigkeit des richtigen Konzentrierens verbessert.

Der Turbo-Verstärker zum Schluss: 

Wenn Du dazu neigst, in bestimmten Situationen sehr nervös zu sein und Dich leicht von außen ablenken lässt, dann habe ich noch einen guten Tipp für Dich:
Stell Dir vor, just in dem Augenblick da Du spürst, jetzt wirst Du sehr nervös, entsteht um Dich herum eine große Glocke.Lass Deine Phantasie spielen, wie groß genau die Glocke sein muss und aus welchem Material, so dass sie Dich nicht behindert. Stell Dir vor, Du bist unter dieser Glocke völlig geschützt, keine Laute dringen zu Dir durch. Du bist in Deiner Konzentration ganz bei Dir. Nichts und niemand kann Dich ablenken. Alternativ kannst Du dir auch Kopfhörer oder einen Helm vorstellen.
Experimentiere ein bisschen damit rum!

 

Nur wer wagt gewinnt!

Was, wenn noch so viel mehr für Dich möglich wäre? (und Du es nur noch nicht weißt...?)

Bis bald und herzliche Grüße aus dem MentalHouse

 Hier kannst Du Dir den Onlinetest “mentale Fähigkeiten” sichern.

2 Kommentare

  1. Hallo
    Tolle Erklärungen Super…

    Antworten
    • Danke Peter,
      welche Erklärung hat Dir denn am meisten geholfen?
      Liebe Grüße
      Ute

      Antworten

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